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      978-3-7861-2632-4

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334 S. m. 95 Abb., 17 × 24 cm, Klappenbroschur

ISBN 978-3-7861-2632-4

49,00 € [D]

 
Pablo Schneider

Die erste Ursache

Kunst, Repräsentation und Wissenschaft zu Zeiten Ludwigs XIV. und Charles Le Bruns

humboldt-schriften zur kunst- und bildgeschichte
Band XIII
Herausgegeben von Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin
Vergriffen. Erschienen Dezember 2010

Neue naturwissenschaftliche Erkenntnisse stellten im 17. Jahrhundert die künstlerische Herrschaftsrepräsentation vor große Herausforderungen. Das Parterre d’Eau in Versailles war nicht weniger als ein beeindruckender Versuch, die allumfassende Deutungshoheit des französischen Königs für jedermann sichtbar bildlich darzustellen – und dadurch zu bewahren.

Denn nur mit einer Deutungshoheit über das Weltgeschehen ausgestattet galt der König – im Verständnis seiner Zeit – als Souverän. Die sich auf 800 Quadratmetern ausdehnende Anlage aus Wasserbecken und einem an Verweisen reichen Zusammenspiel von Skulpturen und geometrischen Strukturen repräsentierte Ludwig XIV. zugleich als Endpunkt aller künstlerischen und wissenschaftlichen Unternehmungen und als deren Anfangspunkt, als erste Ursache. Das geplante Ensemble stellte eine Art Welt- und Kosmosmodell dar, in das der Monarch integriert war. So wurde versucht, künstlerische und wissenschaftliche Deutungsansätze zu verbinden, um sie mit einer ikonisch bestimmten Repräsentation zu harmonisieren. Sowohl in seiner visuellen Argumentationsform als auch in seinem Scheitern – die Prunkanlage wurde vor ihrer Vollendung abgebrochen – berichtet das Parterre d’Eau vom grundlegenden Konflikt zwischen Repräsentation und analytischer Weltschau. Dem Bild als Objekt und Denkform kam hier eine zentrale Bedeutung zu.

Insgesamt ist die vorliegende Publikation zu würdigen als erste monographische Darstellung des Parterre d'Eau und als eine interessante, enorm inhaltsreiche und für eine Dissertation sehr ambitionierte Abhandlung.
[Wolfgang Brassat, Kunstchronik]  


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