978-3-942810-43-2

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EDITION IMORDE
ca. 330 S. m. 120 Farb- u. 20 sw-Abb., 20 x 25,5 cm, Broschur
Text in Englisch

ISBN 978-3-942810-43-2

Ca. 38,00 € [D]

 

„The Savage Hits Back“ Revisited

Art And Alterity in the Colonial Encounter

Hrsg.  Anna Brus
Noch nicht lieferbar. Sie können diesen Titel vormerken. Erscheint November 2018

Mit einem Bestandskatalog der "Sammlung Lips" im Rautenstrauch-Joest-Museum, Köln  

Die Autoren beleuchten Julius und Eva Lips’ Biographien und Werk vor dem Hintergrund von Ethnologie, Kunstwissenschaft und musealen Praktiken vor dem Zweiten Weltkrieg. Dabei erkunden sie die Spuren einer Inversion des Blicks in der globalen Kunst und die Möglichkeiten einer symmetrischen Kunstgeschichte und Anthropologie.

In den letzten Jahren haben postkoloniale Debatten deutsche Museen erreicht und den eurozentrischen Kanon wissenschaftlicher Disziplinen zunehmend in Frage gestellt. Dabei stehen nicht nur die ethnologischen Wissenschaften, sondern auch Fächer wie die Kunstgeschichte im Zentrum einer Debatte um die Legitimität und Bedeutung wissenschaftlicher, kuratorischer und künstlerischer Praktiken in einer globalisierten Welt.
In einer weitgehend in Vergessenheit geratenen Intervention kehrte der Kurator und Ethnologe Julius Lips den kolonialen Blick auf die „Anderen“ um. 1937 im Exil publiziert versammelt sein Buch „The Savage Hits Back or the White Men through Native Eyes“ Artefakte aus kolonialen Kontaktzonen, die den Europäer als exotischen oder barbarischen Fremden zeigen und hinterfragt koloniale Machtverhältnisse. Die Autoren des vorliegenden Bandes werfen einen neuen Blick auf Werk und Biografien von Julius und Eva Lips und befassen sich mit Ethnologie, Kunstwissenschaft und musealen Praktiken vor dem Zweiten Weltkrieg. Dabei erkunden sie die Spuren einer Inversion des Blicks in der globalen Kunst und die Möglichkeiten einer symmetrischen Kunstgeschichte und Anthropologie. Mit einem Bestandskatalog der „Sammlung Lips“ im Rautenstrauch-Joest Museum, Köln.

In recent years, not only ethnographic collections, but also the European canon of art history have come under siege. The colonial history and Eurocentric bias of both the museums and the academy have increasingly been put at center stage in a fierce discussion of the legitimacy and significance of scientific, curatorial, and artistic practices in a globalized world. In a largely forgotten intervention, the curator and ethnologist Julius Lips inverted the “colonial gaze” by collecting images of Europeans from colonial contact zones. Published in exile in 1937, “The Savage Hits Back” forged a contemporaneity of artistic works and opposed the aesthetics and narratives of Primitivism and Salvage Anthropology, subverting colonial power. The volume provides a fresh view of Lips’ biography and work spanning three decades and four political systems in the transatlantic world. The contributors look at prewar ethnology, art history, and museum practice and explore the traces of an inverted gaze in global art and the possibility of a symmetric anthropology and art history. With an inventory catalogue of Lips’ collection at the Rautenstrauch-Joest-Museum Cologne.

Die Herausgeberin
Anna Brus ist Mitarbeiterin der Universität Siegen und Gastkuratorin der Ausstellung „‚Der Wilde schlägt zurück‘ – Kolonialzeitliche Europäerdarstellungen der Sammlung Lips“ in Köln.

Die Autor_innen
Heike Behrend, Cora Bender, Anna Brus, Ingrid Kreide-Damani, Michael Harbsmeier, Joseph Imorde, Alexandra Karentzos, Gerald McMaster,Christopher Pinney, Nora Probst, Michael Rowlands, Erhard Schüttpelz, Ann Stephen, Zoe S. Strother, Nii O. Quarcoopome und Martin Zillinger.

Schlagworte
Kolonialismus, Europäerdarstellungen, Primitivismus, Ethnologie, globale Kunstgeschichte, Sammlungsgeschichte, Ausstellungsgeschichte, Postkolonialismus, Ethnologie und Nationalsozialismus

„Der Wilde schlägt zurück“ - Begleitpublikation zur Ausstellung


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