978-3-7861-2693-5

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290 S. m. 80 Abb., davon 18 farbig, 17 × 24 cm, geb

ISBN 978-3-7861-2693-5

59,00 € [D] | 76,00 SFR [CH]

 
Tobias Frese

Aktual- und Realpräsenz

Das eucharistische Christusbild von der Spätantike bis ins Mittelalter

Neue Frankfurter Forschungen zur Kunst
Band 13
Herausgegeben von Kunstgeschichtliches Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Sofort lieferbar. Erschienen August 2013

Die Frage nach dem liturgischen Status des Christusbildes von der Spätantike bis ins Mittelalter steht im Zentrum des Buchs. Bestimmt wird die Rolle eucharistischer Vorstellungen für die Genese dieses Bildes. Das Verhältnis von sakramental postulierter Wahrheit, Präsenz und bildlicher Repräsentation wird ergründet.

Dieser Beitrag zur aktuellen mediävistischen Kultbildforschung richtet den Fokus nicht auf paraliturgische Aspekte (Magie, Bildwunder, Bilderverehrung), sondern untersucht die Bedeutung des kirchlich geregelten cultus für die einzelnen Bildmotive. Für die Ausbildung und Etablierung der verschiedenen Christusbilder waren die sich wandelnden eucharistischen und sakramentalen Diskurse von größter Wichtigkeit. Spiegelten die ältesten monumentalen Christus-Darstellungen im Kirchenchor die durch den Bischof in der Messe gewährleistete »Aktualpräsenz« wider, so veranschaulichten die östlichen Bilder der Apostelkommunion, der Maiestas Domini und der Theotokos die »Realpräsenz« Christi in den eucharistischen Gaben. Im Westen entwickelte sich dagegen das Bild des Gekreuzigten zu dem sakramentalen Bild schlechthin. Das spätmittelalterliche Motiv der Gregorsmesse, bei dem die somatische Aussage über den narrativ-anamnetischen Charakter dominiert, stellt den Schlusspunkt einer langen Bildentwicklung dar.

Der Autor
Tobias Frese studierte Kunstgeschichte, Geschichte, Theologie und Philosophie in Bamberg und Frankfurt am Main. Seit 2008 Assistent am Lehrstuhl für mittelalterliche Kunstgeschichte, Heidelberg. Seit 2011 Teilprojektleiter im SFB »Materiale Textkulturen«.
Forschungsschwerpunkte: Mittelalterliche Bild- und Zeichentheorien, Liturgische Funktionen und visionäre Aspekte mittelalterlicher Artefakte, Darstellungen von Emotionen und das affektive Potenzial der Bilder.

To have shown the interdependence of liturgy and pictorial motifs in a very readable and vivid study is the great merit of Frese. His findings deserve attention, not only in art history, but in theology as well.
[Hubertus Lutterbach, Renaissance Quarterly]

So erweist sich die umfassende Abhandlung als fundierte und kenntnisreiche Studie, die einen wichtigen Beitrag zum bildwissenschaftlichen Diskurs um das Christusbild leistet.
[Daniel Rimsl, Journal für Kunstgeschichte]

Die Studie zu den Gegenwartsweisen Christi gehört zu den gehaltvollsten und lesenswertesten ikonologischen Schriften der letzten Jahre. (...) Das angemessen illustrierte Buch weist eine nach Quellen und Sekundärliteratur getrennte Bibliographie auf (...).
[Peter Eschweiler, Bibliographie zur Symbolik, Ikonographie und Mythologie]

Durch die Darlegung und Analyse von zahlreichen theologischen Schriften - darunter auch griechische Texte - gewinnt die Untersuchung entscheidend an Tiefe. Tobias Frese legt eine beachtliche Abhandlung vor, die eine Forschungslücke um das eucharistische Bild schließt.
[Esther Meier, Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte]  

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