978-3-7861-2744-4

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352 S. m. 29 farbigen u. 230 sw-Abb., 23 x 28 cm, Hardcover

ISBN 978-3-7861-2744-4

79,00 € [D] | 96,40 SFR [CH]

 

Ruhr-Universität Bochum – Architekturvision der Nachkriegsmoderne

Hrsg.  Richard Hoppe-Sailer, Cornelia Jöchner und Frank Schmitz
Sofort lieferbar. Erschienen November 2015

Programmatische Hochschularchitektur der 1960er Jahre  

1965 nahm die Ruhr-Universität Bochum den Lehrbetrieb auf – in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs. Die Architektur dieser ersten Universitätsgründung der Bundesrepublik ist programmatisch auf Bildungsreformen und -konzepte der 1960er Jahre bezogen und verortet sich zugleich in der internationalen Architekturentwicklung.

Die Megastruktur der Ruhr-Universität war Teil einer umfassenden Raumordnung des Landes Nordrhein-Westfalen und sollte Signalwirkung für die Umstrukturierung der industriell geprägten Ruhr-Region entfalten. Hochschulkonzepte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und mit ihnen zusammenhängende politische Steuerungsvorstellungen flossen in die Architekturkonzeption ein. So verweisen neuartige Organisationsstrukturen und experimentelle Fertigungstechniken der Betonbauten gleichermaßen auf den Geltungsanspruch der visionären Architektur. Heute stellt sich die Frage nach der Bewertung von Bauten der Nachkriegsmoderne genauso wie die der Weiterentwicklung von Hochschularchitektur. Neben Analysen der Gesamtanlage aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven geht der Band auf die Garten- und Freiraumgestaltung sowie die bedeutenden Beispiele von Kunst am Bau ein. Hinzu treten Gebäudeporträts der Alten und Neuen Mensa, der Institutsgebäude, des Hörsaalzentrums, des Musischen Zentrums sowie von Bibliothek, Audimax und Verwaltung.

Die Herausgeber
Cornelia Jöchner studierte Kunstgeschichte, Italianistik und Europäische Ethnologie an der Philipps-Universität Marburg und lehrt Kunstgeschichte am Kunstgeschichtlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Forschung: Architektur und Stadtbaukunst 15.-20. Jh.; Gartenkunst; politische Räume; Methodologie und Geschichte der Architekturforschung.

Richard Hoppe-Sailer studierte Kunstgeschichte, Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum und lehrt am dortigen Institut das Fach Kunstgeschichte. Forschungsschwerpunkte: Kunstgeschichte der Moderne und zeitgenössische Kunst, Kunsttheorie, Kunst und Naturwissenschaften.

Frank Schmitz studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Linguistik an der RWTH Aachen und an der Freien Universität Berlin. Seit 2014 Vertretungsprofessur für Architekturgeschichte am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg. Forschungsschwerpunkte: Architektur 19. bis 21. Jh., Methodik der Architekturgeschichte, Materialikonografie.

Mit Beiträgen von
Alexandra Apfelbaum, Christof Baier, Dorothee Böhm, Till Briegleb, Dietrich Erben, Olaf Gisbertz, Hans Hanke, Sonja Hnilica, Richard Hoppe-Sailer, Markus Jager, Cornelia Jöchner, Elmar Kossel, Jörg Lorenz, Anna Minta, Stefan Muthesius, Yvonne Northemann, Klaus Jan Philipp, Carsten Ruhl, Frank Schmitz, Elisabetz Szymczyk, Annette Urban und Kerstin Wittmann-Englert.

Endlich gibt es eine umfassende, anspruchsvolle Monografie über die in fast zwanzigjähriger Planungs- und Bauzeit bis 1984 realisierte Ruhr-Universität Bochum! (...) Und endlich mal wieder ein Buch zur Architektur im Ruhrgebiet, das vom Umfang her, in Gegenstand und Darstellung, im gelungenen Layout und im Format mit hauptstädtischen Publikationen mithalten kann.
[Renate Kastorff-Viehmann, Geschichtskultur Ruhr]

Anlässlich des 50jährigen Bestehens (2015) beschreibt und analysiert die hier vorliegende Publikation in sehr detaillierter Weise Vor-, Entwurfs- und Baugeschichte.
[Benedikt Kraft, Deutsche BauZeitschrift]

Die nun vorliegende Monografie - sie erschien zum 50. Jubiläum der Schule im vergangenen Jahr - versucht einen objektiven Blick auf die Bau- und Rezeptionsgeschichte des Bochumer Campus' zu werfen und die Bauten trotz aller ihrer offenkundigen Schwächen in ihrer herausragenden Bedeutung für die deutsche Nachkriegsarchitektur angemessen zu würdigen.
[AIT]

Die Entwicklung dieser Ikone oder, nicht minder zutreffend, Inkunabel der Nachkriegsmoderne zeichnet nun ein Buch nach, das mannigfaltige Aspekte ihrer Architektur ausführlich beleuchtet, selbige im internationalen Kontext verortet und zugleich deren Bedeutung für frühere wie spätere Generationen untersucht, indem es den Bogen kapitelweise vom "Grundstein" über den "Bildungsbau" und dessen "Materialität" bis hin zu "Kunst" und "Gebäudeporträts" schlägt, und zwar anhand von Beiträgen, die kompetente Autoren unterschiedlichster Provenienz verfasst haben. Das heißt, in puncto Umfang und Textqualität ist hier ein erfreulich schwergewichtiges Werk entstanden.
[Michael Wiederspahn, [Umrisse] Zeitschrift für Baukultur]  

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

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Pressemitteilung der Ruhr-Uni Bochum zur Buchpräsentation


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