978-3-7861-2759-8

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288 S. m. 42 farbigen u. 74 sw-Abb., 17 x 24 cm, Hardcover

ISBN 978-3-7861-2759-8

49,00 € [D]

 
Vera Simone Bader

Moderne in Afrika

Asmara – Die Konstruktion einer italienischen Kolonialstadt 1889–1941

Sofort lieferbar. Erschienen Februar 2016

Asmara, die Hauptstadt Eritreas, ist ein einzigartiges – allerdings gefährdetes – Denkmal der italienischen Architekturmoderne in Afrika. Die formal eindrucksvoll gestalteten Bauten, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden, sind eng mit der kolonialen Entwicklungsgeschichte der Stadt verwoben.

Ab 1886 erlebte die einheimische Bevölkerung die Invasion der Italiener als empfindlichen Einschnitt in ihre kulturellen Gewohnheiten. Italienische Architekten und Bauherren sahen in der ostafrikanischen Kolonie die Chance, ihrem Architekturverständnis genauso wie ihrer gesellschaftlichen Stellung Ausdruck zu verleihen, ohne auf vorhandene Strukturen Rücksicht nehmen zu müssen. Bisher unberücksichtigte Dokumente und Archivalien bilden die Grundlage für die Analyse, wie Stadtplanung und Architektur eingesetzt wurden, um die italienische Kolonialgesellschaft zu formen, und zwar auch schon, bevor die faschistische Regierung Asmara weiter ausbaute.
Aus dem Inhalt:
- Moderne und Nationalismus als Strategien kolonialer Entwicklung
- Der koloniale Raum von Asmara 1889–1935
- Faschistische Raumorganisation 1935–1941
- Moderne Architektur als Paradigma faschistischer Kolonialpolitik
- Die Entwicklung einer neuen Identität in Asmara

Die Autorin: Vera Simone Bader ist Kunsthistorikerin und seit 2013 wiss. Mitarbeiterin am Architekturmuseum der TU München. Dort kuratierte sie die Ausstellung „Lina Bo Bardi 100. Brasiliens alternativer Weg in die Moderne“. Für ihre Dissertation erhielt sie 2014 den Hans-Janssen-Preis der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

Nun legt Vera Simone Bader eine umfassende Analyse über Asmara als "Die Konstruktion einer italienischen Kolonialstadt 1889 - 1941" vor. (...) Die Autorin benennt die handelnden Akteure und ihre Rückkoppelung mit Rom und erzählt so schlüssig die Geschichte einer Stadtwerdung, die immer das Ziel hatte, ein neues römisches Imperium zu symbolisieren. Insofern ist dieses verdienstvolle Buch der bislang vermisste theoretische Unterbau für die mediale "Entdeckung" des Jahres 2006.
[Benedikt Hotze, der architekt]  

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