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      978-3-7861-2926-4

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652 S. m. 16 Farb- u. 30 sw-Abb., 17 x 24 cm, Broschur

ISBN 978-3-7861-2926-4

59,00 € [D]

 
Jan Schleusener

»Wir sind die einzige Behörde, die konservativ sein darf, kann und muss«

Die Denkmalämter im Rheinland, in Bayern und Thüringen im Wechsel der politischen Systeme (1920—1960)

Schriften des Bundesarchivs
Sonderreihe »Die zentralen deutschen Behörden und der Nationalsozialismus«, Band 4
Sofort lieferbar. Erschienen Mai 2025

Erste Untersuchung deutscher Denkmalämter im Wandel der Systeme  

Die Untersuchung betrachtet Denkmalämter in Bayern, Thüringen und im Rheinland von den 1920er bis in die 1950er Jahre. Wie wirkten sich die politischen Umbruchsituationen des 20. Jahrhunderts auf das dezidiert konservative Handeln der Ämter aus, und wie ordneten die Ämter es selbst in den jeweiligen politischen Kontext ein?

Nach 1945 pflegten deutsche Denkmalämter das Narrativ, sie seien als unpolitische Fachbehörden von der NS-Herrschaft nicht tangiert worden. Die zeithistorische Studie, die sich im Kontext der Aufarbeitungsforschung verortet, hinterfragt dieses Selbstbild und untersucht, wie die Denkmalämter in den zentralen politischen Umbruchsituationen des 20. Jahrhunderts agierten. Wie ordneten sie ihre dezidiert konservative Haltung über die politischen Zäsuren 1933 und 1945 hinweg in die jeweiligen politischen Kontexte ein? Das Verhältnis zu den wechselnden Regimen und Machthabern ist dabei eine zentrale Frage. Doch auch Genese und Tradition der Ämter seit dem späten 19. Jahrhundert werden in die Betrachtung einbezogen.

Biografie
Jan Schleusener studierte Geschichte und Theaterwissenschaft in München und Rom. Nach seiner Promotion zur Eigentumspolitik im Nationalsozialismus forschte er zur Geschichte der NS-Zeit sowie deren Nachgeschichte.

Schlagworte
Denkmalpflege, 20. Jahrhundert, Verwaltungsgeschichte, Preußen, Bayern, Thüringen, Rheinprovinz, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Besatzungszeit, Bundesrepublik, SBZ, DDR, Kunstgeschichte, Museen, Heimatschutz, Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg, Kunstschutz, Kulturgutschutz, Kunstraub, Entnazifizierung

Die Publikation [...] widerlegt das nach 1945 nicht selten von den Denkmalämtern vorgetragene Narrativ, sie hätten sich in der NS-Zeit fern von aller Ideologie als unpolitische Fachinstitutionen verstanden und verhalten. Sie verschweigt auch nicht, inwieweit trotz ablehnender Haltung der meisten Denkmalpfleger gegenüber dem NS-Staat die Ämter in jener Zeit einen Aufschwung erlebten, der sich vornehmlich in den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen niederschlug. Eine ganz wesentliche Erkenntnis dieser Untersuchung aber ist die Feststellung, dass die Ämter letztlich nicht Opfer der vom NS-Regime betriebenen Gleichschaltung und Zentralisierung in Gestalt eines Reichsdenkmalamtes wurden. […] Auch wenn die untersuchten Ämter ihre Geschichte bereits erforscht und publiziert haben, bietet dieses Buch zahlreiche neue Erkenntnisse, Ergänzungen und Korrekturen zu bisher Bekanntem und ist explizit mit Blick auf die NS-Zeit höchst aufschlussreich.
[Udo Mainzer, Die Denkmalpflege]
  

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