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284 Seiten m. 56 s
w-Abbildungen, 17x24 cm, Br

ISBN 978-3-496-01357-0

49,00 € [D]

 
Renate Buschmann

Chronik einer Nicht-Ausstellung

between (1969–73) in der Kunsthalle Düsseldorf

Sofort lieferbar. Erschienen Oktober 2006

In den 60er Jahren begann eine vehemente Debatte über neue Ausstellungs- und Vermittlungsformen. Schlagworte wie »Demokratisierung« und »gesellschaftliche Relevanz« wurden unter dem Einfluss der Studentenrevolte nun auch auf den Kunstbetrieb angewendet. Die Kunsthalle Düsseldorf reagierte darauf mit der experimentellen Ausstellungsreihe between.

Mit den between-Ausstellungen (1969–73) sollte das Beziehungsgeflecht zwischen Kunstinstitut, Künstlern und Besuchern geändert werden. Durch die Präsenz der Künstler, Ereignisorientiertheit und Publikumsnähe wurde die damalige Ausstellungspraxis durchbrochen. Die Entstehung und Vorführung der Werke stand ebenso im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit wie deren Benutzung durch die Besucher. Aufgegriffen wurden insbesondere Themen wie das prozesshafte Verständnis von Werken, die Selbstinszenierung der Künstler, die Sensibilisierung der Rezipienten, das Diagnostizieren von Gesellschaft und Kunstbetrieb sowie die künstlerische Wiederentdeckung des Mediums Film. Renate Buschmann gibt einen Einblick in die kulturpolitischen Hintergründe und analysiert die einzelnen Künstlerbeiträge detailliert.
An den between-Ausstellungen teilnehmende Künstler (u. a.): Artist Placement Group, Marcel Broodthaers, Robert Filliou, Gilbert & George, Haus-Rucker-Co, Anatol, Gotthard Graubner, Lutz Mommartz, Tony Morgan, Panamarenko, Klaus Rinke, Ingrid Schreiber, Johannes Stüttgen, Günther Uecker, Timm Ulrichs, Franz Erhard Walther

Zum 40-jährigen Bestehen der Kunsthalle hat nun die Kunsthistorikerin Renate Buschmann erstmals die Geschichte der insgesamt sieben Ausstellungen dokumentiert und äußerst gelungen in Szene gesetzt - mit Film- und Fotoaufnahmen, aber auch mit Rekonstruktionen und Relikten ausgewählter Werke aus der Zeit.
[Manfred Schwarz, art]

Dass die Düsseldorfer Kunsthalle im Jubiläumsjahr auf diese turbulente, geradezu heroische Phase kurz nach ihrer Gründung zurückblickt, ist weit mehr als beiläufige Nostalgie: Es ist ein Glücksfall, der sich den akribischen Forschungen Renate Buschmanns verdankt. Diese hat die Chronologie und den Ablauf der bisweilen nur einen Tag dauernden Ausstellungen rekonstruiert. (...) Von Renate Buschmann ist unter gleichem Titel eine ausführliche Studie im Verlag Reimer, Berlin, erschienen.
[Neue Zürcher Zeitung]  

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