Verlegen heißt an »Cultur gewinnen«

Mit der Maxime nur ernsthafte und brauchbare Bücher auf den Markt zu bringen, gründet 1845 Dietrich Arnold Reimer, Sohn des bekannten Verlegers Georg Andreas Reimer (Fichte, Kleist, Humboldt) die "Buch- und Landkartenhandlung von Dietrich Reimer". Neben der Herausgabe geographischer und kartographischer Werke widmet sich der Verlag von Anfang an auch der Archäologie und den wie es damals hieß "Kunstsachen". Die Nachfolger Dietrich Reimers erweitern das Verlagsspektrum unter anderem auf die Disziplinen Ethnologie und Afrikanistik.

Als Dr. Friedrich Kaufmann 1976 den Dietrich Reimer Verlag erwirbt, steht neben Pflege und Ausbau der heute über 50 wissenschaftlichen Reihen und Zeitschriften die Herausgabe von grundlegenden Büchern der Fachbereiche Ethnologie / Linguistik / Geographie / Naturwissenschaften / Archäologie / Orientalistik / Byzantinistik im Mittelpunkt. Aber auch interdisziplinäre Forschung findet im Reimer Verlag ihren Platz.

Einem großen Publikum bekannt wird der Dietrich Reimer Verlag 1977 durch den richtungsweisenden Ausstellungskatalog Tendenzen der Zwanziger Jahre. Er leitet das verstärkte Engagement des Verlages für Veröffentlichungen der Kunstwissenschaft und Architektur ein. Parallel dazu entsteht eine Studienbibliothek - den Bedürfnissen der Universitäten entsprechend - mit den Schwerpunkten Ethnologie, Volkskunde, Kunstgeschichte und Archäologie, in der zahlreiche Einführungsbände sowie Standard- und Nachschlagewerke herauskommen.

Darüber hinaus erschienen in den letzten zwanzig Jahren die Architekturführer des Reimer Verlages. Die Architekturgeschichte deutscher Städte von den Anfängen bis heute wird darin umfassend dargestellt (u.a. Berlin, Potsdam, München, Köln, Bonn, Düsseldorf, Dresden).

2006 wurde der Verlag von Dr. H.-R. Cram übernommen. Verlagsschwerpunkte sind nach wie vor Kunstgeschichte, Archäologie, Architektur und Kulturwissenschaften.

Mit seinen über 1000 lieferbaren Buchtiteln aus den verschiedenen Wissenschaftsbereichen ist der Reimer Verlag aus der deutschsprachigen Verlagslandschaft nicht wegzudenken.