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256 S. m. 7 Farb- u. 47 sw-Abb., 17 x 24 cm, Hardcover

ISBN 978-3-496-01655-7

29,90 € [D]

 

Einverleibungen

Imaginationen – Praktiken – Machtbeziehungen

Schriftenreihe der Isa Lohmann-Siems Stiftung
Band 14
Hrsg.  Faline Eberling, Eva Paetzold und Maria Schaller
Sofort lieferbar. Erschienen Mai 2021

Von Hieroglyphentattoos, Schluckbildchen und verschlungenen Verträgen  

Einverleibungen sind allgegenwärtig: bei der Nahrungsaufnahme, aber auch symbolisch in Form von Bücherwissen und Bilderwelten oder gewaltsam und räuberisch, wenn es um territoriale Übernahmen und Annexionen geht. In dem Band werden Phänomene der Einverleibung von der altägyptischen Hochkultur über das europäische Mittelalter bis zur Gegenwart betrachtet.

Allen Formen der Einverleibung ist gemeinsam, dass der Leib als Medium oder Metapher
genutzt wird, um Differenz zu erzeugen oder aufzuheben. Welche Möglichkeiten eröffnet die Metapher der Einverleibung, wenn sie für immaterielle Vorgänge steht? Welchen Mehrwert hat die Denkfigur der Einverleibung, den synonym verwendete Begriffe wie Auf- oder Übernahme, Aneignung oder Annektierung nicht leisten können? Inwiefern wird ein einverleibtes Fremdes immer zum Eigenen oder kann die Einverleibung auch ein Drittes produzieren?
Die Autor*innen diskutieren Phänomene der Einverleibung von der altägyptischen Hochkultur über das europäische Mittelalter bis zur Gegenwart, darunter Hieroglyphentattoos, mittelalterliche Höllenschlunddarstellungen sowie das Körper-Leib-Verständnis von Lebendorgantransplantierten. Im Hinblick auf Schwellen und Transformationen, Praktiken und Materialiäten sowie Hierarchien und Machtbeziehungen wird untersucht, wann Prozesse der Einverleibung beginnen, wo sie hinführen und was am Ende bestehen bleibt.

Die Herausgeberinnen
Faline Eberling studierte Kunstgeschichte an der Univ. Hamburg. Derzeit arbeitet sie an ihrer Dissertation über Darstellungen des Schlundes im Mittelalter. Eva Paetzold studierte Kulturanthropologie am Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie an der Univ. Hamburg. Forschungsschwerpunkte: Visuelle Kultur und Geschlechterforschung. Maria Schaller ist wiss. Museumsassistentin i. F. bei den Staatlichen Museen zu Berlin. Promotion im DFG­Graduiertenkolleg »Interkonfessionalität in der Frühen Neuzeit«.

Die Autor*innen
Lena Bader, Paris; Michael Ganner, Innsbruck; Jan Hassink, Göttingen; Mona Körte, Bielefeld; Wolfgang Pirsig, Ulm; Anselm Schubert, Erlangen-Nürnberg; Carina Kühne-Wespi, Heidelberg; Ole Wittmann, Hamburg; Sabine Wöhlke, Hamburg; Henrik Eßler, Hamburg

Schlagworte
Einverleibung, Bücherwissen, Bilderwelten, territoriale Übernahmen, territoriale Annexionen, Schwellen, Transformationen, Praktiken, Materialitäten, Hierarchien, Machtbeziehungen, Höllenschlund, Lebendorgantransplantation, Substantialität, Schabmadonnen, Schluckbildchen, Kunstgeschichte, Geschichte, Ethnologie, Kulturanthropologie, Medizin, Theologie, Ägyptologie, Rechtswissenschaften, Literaturwissenschaften

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