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303 S. m. 28 Farb- u. 57 sw-Abb., 17×?24 cm, geb. m. Schutzumschl.

ISBN 978-3-496-01452-2

49,00 € [D] | 63,10 SFR [CH]

 
Christine Eckett

Kurt Schwitters

Zwischen Geist und Materie

Sofort lieferbar. Erschienen Januar 2012

Christine Eckett untersucht die frühen Merzkunstwerke Kurt Schwitters’ vor dem Hintergrund ihrer Entstehung. Bestimmend ist dabei der Kontext der Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts, vor allem die Philosophie Henri Bergsons sowie die Kunstdebatte des Sturm. Auch Schwitters’ Interesse an Goethezeit und Frühromantik waren prägend für sein Werk.

Als Erfinder von Merz hat der Collage- bzw. Assemblagekünstler Kurt Schwitters damals wie heute eine besondere Position. Seine Werke bestehen aus Arbeiten bildender Kunst, Design, Architektur, Literatur, Theater und Musik. In ihrer Überschneidung begründen sie wesentlich die Idee des Merz-Gesamtkunstwerks. Sind in der frühen Forschung Schwitters’ Werke hauptsächlich unter formal- und materialästhetischen Gesichtspunkten betrachtet worden, legt die Verfasserin einen Schwerpunkt auf die Verknüpfung von inhaltlichen und begrifflichen Assoziationen. Als zentrales Prinzip wird die Metamorphose als Ausdruck des Schöpferischen herausgestellt. Eckett zeigt, auf welch vielschichtige Weise Kurt Schwitters in seinen frühen Merzkunstwerken über Fragen der Welt- und Kunstauffassung reflektiert hat. Im Wechselspiel von Werkanalyse und Befragung des kulturellen Hintergrunds gelingt es der Autorin, eine für ihn typische Bildsprache freizulegen.

Ecketts Vorgehen kann hinsichtlich der breiten, aber punktgenauen geistigen wie künstlerischen Verortung von Schwitters' Kunst sowie der exemplarischen, kontextualisierenden Analyse herausragender Einzelwerke vorbildlich genannt werden. Die überaus gedankenreiche Studie belegt das Leistungsvermögen eines modifizierten geistesgeschichtlichen wie werkanalytischen Ansatzes nachdrücklich und empfiehlt sich, trotz der voraussetzungsreichen und dichten Argumentation, als Standardwerk und (...) als erste Wahl zu einem Verständnis von Schwitters' Ansatz, (...).
[Olaf Peters, in: sehepunkte 14 (2014), Nr. 5]

Die tiefschürfende, mit 1117 Fußnoten versehene Untersuchung verliert trotz der seitenlangen Exkursionen in beispielsweise das Kunstverständnis der Romantik nie die konkreten Werke von Schwitters aus den Augen.
[Rainer Unruh, Auskunft]  


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