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XII S. u. 615 S. m. 3 Farb- u. 190 sw-Abb., 21 × 27 cm

ISBN 978-3-496-01471-3

99,00 € [D] | 125,00 SFR [CH]

 
Adelheid Müller

Sehnsucht nach Wissen

Friederike Brun, Elisa von der Recke und die Altertumskunde um 1800

Sofort lieferbar. Erschienen Oktober 2012

Frauen gehören zu den unbekannten Akteuren der Altertumskunde. Einst als Autorinnen berühmt, sind Friederike Brun und Elisa von der Recke heute weitgehend vergessen. Adelheid Müller zeigt anhand der Wissensbiografien, wie sie sich in der damaligen Männerdomäne etablierten und in wissenschaftlichen Diskussionen selbstbewusst einbrachten.

Die Autorin untersucht die leidenschaftliche Auseinandersetzung beider Frauen mit schriftlichen und materiellen altertumskundlichen Inhalten. Beginnend mit den Bildungsmöglichkeiten in der Kindheit über die Hinwendung zum Selbststudium bis zur Integration in europaweite gelehrte Netzwerke wertet die Untersuchung zahlreiche unveröffentlichte Zeugnisse aus. Neben Fragen der historischen Bildungsforschung werden Geschlechter- und Reiseforschung sowie Kommunikations- und Sammlungsgeschichte berührt. Bruns und Reckes Schriften wurden zwischen 1800 und 1833 veröffentlicht und dokumentieren ihre altertumswissenschaftliche Kompetenz. Sie beinhalten Beschreibungen der historischen Topografie Roms, vergleichende Untersuchungen klassischer Kunstwerke römischer Sammlungen sowie die architektonische Überlieferung antiker Bauwerke. Neben bemerkenswerten Kenntnissen damaliger wissenschaftlicher Debatten beweisen die Frauen darin auch eigenes fachlich begründetes Urteilsvermögen und argumentieren mit ihren männlichen Kollegen auf Augenhöhe.

Ein besonderes Buch, das zwei besonderen Frauen gewidmet ist (...). Müllers beeindruckende Untersuchung bietet zahllose spannende Details, die sich insgesamt zu einem facettenreichen, stimmigen Panorama fügen;der geschlechtergeschichtliche Ansatz in seiner Verschränkung mit der Antikenrezeption im Kontext spätaufklärerischer Geselligkeit und Wissensvermittlung erweist sich als ideales Konezpt (...).
[Anne Conrad, Zeitschrift für Historische Forschung]

Ein überaus umfangreiches, akribisches Werk, welches nicht einfach "durchzulesen" sein wird. Eine Lektüre jedoch, die, kontinuierlich fortgesetzt, belohnt werden kann mit reichhaltigen neuen Informationen und Erkenntnissen zur Kultur und Wissenschaft um 1800 und vor allem zur Frauen-Kultur- und Wissenschaftsgeschichte jeder Zeit. (...) Für ForscherInnen zahlreicher Disziplinen wird diese Arbeit mit ihren hier zum Teil erstveröffentlichten Zeugnissen unverzichtbar sein.
[Angelina Boczek, Aviva-Berlin.de]

Ein materialreiches Buch, das Deutschlands große Geistesepoche von einer ganz neuen Seite zeigt.
[Weltkunst]

Die Autorin verknüpft ihre Studienfächer Literaturwissenschaft, Archäologie und Kunstgeschichte geschickt miteinander zu einer interdisziplinären Aussage über zwei bedeutende, leider vergessene Frauen. Eine außergewöhnliche Forschungsarbeit, der eine weite Verbreitung unter den Fachwissenschaftlern zu wünschen ist.
[Fachbuchjournal]  

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